Callen Radcliffe Tjader war DER Vibraphonist des Latin Jazz. Eher ein zuverlässiger Bandleader als ein frecher Innovator. Virtuos, locker, swingend, anheimelnd, … Engländer würden das vielleicht sophisticated nennen. Meine drei Favoriten unter den mir bekannten Platten sind zwei asiatisch angehauchte 1963 (Several Shades of Jade, Breeze from the East) und ein Konzertmitschnitt 1976 aus San Francisco (Grace Cathedral Concert).
Museumsdorf Düppel

Im Süden Berlins an der Stadtgrenze zu Kleinmachnow wird märkisches Dorfleben aus der Zeit um 1200 auf wissenschaftlicher Grundlage rekonstruiert. Für die populäre Vermischung von Fantasy und Mittelalter bleibt da wenig Spielraum. 1975 begann der Museumsbetrieb. Zwischen 2014 und 2018 habe ich in der Gartengruppe mitgearbeitet. Es existieren kaum Quellen über Bauerngärten um 1200. Und natürlich fehlten die nach Kolumbus eingeführten Pflanzen. Wahrscheinlich gab es täglich Getreidebrei. Besonders empfehlenswert für Familien mit Kindern. Auch Besucher dürfen einige Häuser betreten und alte Handwerkstechniken werden erklärt.
Weidenblättrige Birne
Beatles Cover
Die Beatles werden tausendfach nachgespielt, doch ich kenne darunter bisher nur drei ihrer Musik ebenbürtige Tonkonserven:
- Eher Stilparodien als Coversongs produzierten die Rutles ab 1975.
- Mike Westbrooks Oktett »erweiterte« beim Willisau Jazz Festival 1989 die beste Platte der Beatles (Abbey Road, 44 min) unter Beibehaltung der Titelfolge durch teilweise schrille Improvisationen (Off Abbey Road, 74 min live), der Spaß steckt an.
- Das Filmmusical »Across The Universe« 2007 verwendete nostalgisch rückblickend ausschließlich Kompositionen der Beatles, mit großem Respekt eingespielt, oft softer als die Originale, aber nie kitschig.
Die Lienewitzseen

Zwei Seen im Kiefernwald mit Vogelgezwitscher, Kaulquappen, Schilf, Erlen, Pfifferlingen, … der Weg neben der »großen« Badestelle im Nordosten ist für mich der schönste Fußballplatz der Welt: Man braucht dazu vier Stöckchen zur Markierung der Tore und zwei bis drei Kinder als Mitspieler. 2002 wurde das Gebiet Lienewitz-Caputher Seen- und Feuchtgebietskette (368 ha) unter Naturschutz gestellt. Drei Kilometer Fußweg entfernt befindet sich der Wietkiekenberg (125 m) mit einer 2015 eröffneten Aussichtsplattform.